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Emotionales Essverhalten: die typischsten Situationen

Überlegst du, ob du nur isst, weil du körperlichen Hunger hast? Dann schau gern dir diese Auflistung an, die dir Situationen aus dem Alltag aufzeigt, in denen Emotionen für den Griff zum Essen sind.  

 

Auch habe ich dir am Ende noch eine Begriffserklärung für den emotionalen Hunger eingestellt und verweise auf SeelenSatt, meinem Coachingangebot, für Menschen, die ihren emotionalen Hunger endlich ohne Essen stillen wollen.

Typische Situationen, in denen man aus emotionalen Gründen isst.

Situation 1: Du isst, weil es ein Ritual ist.

Abends, du sitzt auf der Couch. Endlich ist alles erledigt, für ins Bett gehen ist es zu früh. Also Fernseher oder ein Streamdienst an. Dazu kommt die Tüte Chips oder ein Glas Wein mit Schokolade. Und wenn du das mal weglassen willst, fühlt sich das unangenehm an. Bis du dann doch zugreifst und entspannen kannst.

Situation 2: Du isst, weil du traurig bist.

Alles scheint gegen dich zu sein. Da hilft erst einmal etwas zu essen. Dadurch wird es zwar nicht besser aber für den Moment erträglicher.

Situation 3: Du isst, um dich zu belohnen.

Ein anstrengender Tag ist vorüber. Eine herausfordernde Aufgabe erledigt. Oder du hast die ganze Zeit verzichtet und "Ich darf das." denkst du dir.

Situation 4: Du isst, weil du wütend bist.

Das kann doch nicht wahr sein, dass der Kollege XY dir gegenüber keinen Respekt zeigt. Die Packung wird aufgerissen und kauend schluckst du deinen Ärger herunter.

Situation 5: Du isst, weil du niemanden traurig machen willst.

Hunger hast du keinen, aber jemand dir nahestehendes hat doch so lecker gekocht, da kannst du nicht enttäuschen.

Situation 6: Du isst, weil du einsam bist.

Abends oder am Wochenende fällt dir die Decke auf dem Kopf. Niemand ist da, mit dem du eine schöne Zeit haben kannst und zappst dich durch das Programm oder schaust auf Social Media, was so los ist, in der Hoffnung deine Einsamkeit zu betäuben.

Situation 7: Du isst, weil du dazugehören willst.

Deine Gruppe ist toll, nur dass es immer essen oder trinken sein muss. Um dazu zugehören, nimmst auch du das Zeug, obwohl es dir hinterher nicht gut geht, aber dazugehören ist (fast) alles.

Situation 8: Du isst, weil du Heißhunger hast.

Wie aus dem Nichts kommt er, der Heißhunger, und lässt dich erst in Ruhe, wenn du aufgibst ihm zu widerstehen. Danach fühlst du dich nicht nur voll, sondern auch schlecht, denn du weißt, dass das grad nicht sinnvoll war. So wie die zig Male davor auch.

Situation 9: Du isst, weil du zu viel um die Ohren hast.

Du brauchst bei den ganzen To-dos und den ganzen Aufregungen des Tages einfach Essen, um genügend Energie zu haben. Nur landet das auf deinen Rippen. Ärgerlich.

Emotionaler Hunger

Was ist emotionaler Hunger?

Emotional hungrig zu sein bedeutet, dass du entweder Emotionen in dir fühlst, die du weg haben willst, oder dass du dich nach einer bestimmten Emotion sehnst, und hoffst, diese zum Beispiel mit Essen erreichen zu können. Was man das als emotionales Essverhalten bezeichnet.

Wie entsteht emotionaler Hunger?

Emotionaler Hunger entsteht, wenn irgendetwas passiert, was nicht deiner Vorstellung oder Erwartungshaltung entspricht. Dabei baut sich in dir zuerst nur ein Spannungsgefühl aufgrund von Unzufriedenheit auf. Doch dann steigert sich dies, weil du mit diesem Abgleich auch feststellst, dass du nun nicht die Person bist, die du sein willst, sondern es suggeriert dir auch, dass du eine Person bist, die du nicht sein willst.

 

Beispiel: Du willst eine neue Arbeitsstelle anfangen. Dein Chef gibt dir, andere Aufgaben als im Vorstellungsgespräch besprochen wurde. Du stellst fest, dass dir das nicht gefällt, schließlich hast du dich auf die Stelle nur beworben, weil dich die konkrete Stellenbeschreibung gereizt hat. Du bist unzufrieden und denkst dir (un-)bewusst, dass du doch hier bist, weil du endlich dich richtig einbringen wolltest. Und jetzt bist du wieder nur eine Assistenz und stehst mit ungehörten Ideen und Vorschlägen in der zweiten Reihe.

 

Und damit schaukelt sich in dir die Unzufriedenheit in eine Emotion hoch, die du loswerden willst. Wenn du gelernt hast, Emotionen mit Essen zu kompensieren, wirst du nun zum Essen greifen. Auch wenn du körperlich satt bist und auch, wenn du weißt, dass dir das jetzt nichts geben wird. Aber für den Moment tut es gut, deine Emotion mit Essen zu betäuben.

Wie kommt es, dass du deinen emotionalen Hunger mit Essen stillen willst?

Wenn du deine Emotionen mit Essen befriedigen willst, ist das einfach ein Konzept, welches du dir irgendwann, entweder im Kindesalter oder bei einem anderen prägenden Moment, abgeschaut oder antrainiert hast.

 

Beispiel: Vielleicht gab es ein Bonbon, wenn du traurig warst. Oder es wurde erst einmal gegessen, wenn man nicht weiter wusste.

 

Und ja, es gibt auch andere Wege auf denen Menschen versuchen ihren emotionalen Hunger zu stillen. Zum Beispiel: rauchen, trinken, Social Media, streamen, Kaufrausch, übermäßiges Putzen, Ablenken mit Feiern gehen und so weiter. 

SeelenSatt: Damit kommst du aus dem emotionalen Essverhalten heraus.

Bestimmt war mind. eine Situation dabei, die du schon selbst erlebt hast. Vielleicht kennst du auch weitere. Auf jeden Fall hilft da mein Coaching-Angebot "SeelenSatt". Denn da geht es darum, dass du nicht mehr Essen als Ausweichmöglichkeit nutzen musst, um deine Emotionen zu stillen, sondern nur noch, weil dein Körper dir signalisiert, dass er es braucht, um für dich optimal zu funktionieren.

 

Herzlichst Cornelia

 

PS: Dir fallen weitere Situationen ein? Dann schreib sie entweder in die Kommentare oder direkt an mich und ich erweitere die Liste.

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Cornelia Höppner - Beratung & Coaching für Bewusstsein und Achtsamkeit Leipzig

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