die ewige Fehlersuche

Hallo ihr Lieben, heute geht es um die ewige Fehlersuche bei uns und anderen.

 

Täglich bemerkt man etwas, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, was jemand anders als gedacht macht oder ist.

 

Schauen wir uns die Evolution an. Das Wort an sich stammt von dem lateinischen "evolvere" ab und bedeutet "entwickeln". Und wann entwickelte sich etwas weiter? Genau, immer wenn es darum ging , besser mit der Umwelt zurecht zukommen. Wobei viele Fehler, auch Mutation genannt, erst durch veränderte Bedingungen im außen  ihr wahres Potenzial zeigten. So wie wir es exemplarisch am Birkenspanner während der industriellen Revolution in England beobachten konnten. Auch unser Körper ist tagtäglich damit beschäftigt, fehlerhafte Zellen aufzuspüren und absterben zu lassen, damit wir als Organismus einwandfrei funtkionieren können. Somit sind Fehler als solche und das Aufspüren dieser sinnvoll.

 

Warum fühlt es sich jedoch nicht so gut an, wenn wir uns oder jemand anderem Schwächen bewusst machen? Wie immer spielen verschiedene Faktoren hinein. Wer macht uns darauf aufmerksam? Wie wird es uns gesagt? Welche Konsequenz zieht der Fehler nach sich? Welche Gefühle werden dadurch vermittelt? Erfolgt die Fehlersuche aufgrund von Prägungen, der Richtigkeit immer wieder bestätigt werden soll? Und das Eigentliche wird weggelassen.

Nämlich, was kann getan werden, damit der "Fehler" sich so entwickeln kann, dass er zu einer Stärke wird. Warum ist das so? Wenn ich auf die Menschheitsgeschichte schaue, dann wurde einst begonnen, die Entscheidungsgewalt zu bündeln. Einerseits auch wieder sinnvoll doch andererseits hat ja jeder Zustand zwei Seiten. Denn jeder macht Fehler, und wir wissen ja nun schon, dass wir uns dadurch weiterentwickeln. Nur was muss getan werden, wenn jemand nicht will, dass sich die Macht-Situation ändert? Genau, man bezieht einfach die Gruppe nicht mehr in das Potenzial der Weiterentwicklung mit ein und verstärkt dadurch die Abhängigikeit der Gruppe von der eigenen Person, da diese anscheinend als einzige die Lösungen kennt. Das dies nie gut enden kann, dazu bedarf es wieder nur ein Blick in die Geschichte, egal wie kurz die Rückschau ist.

Des weiteren haben wohl viele in der Kindheit durch einen "Fehler" die Erfahrung gemacht,  dass dies eine unschöne Reaktion wie zum Beispiel Ausgelacht werden, Anschreien und so weiter, also Liebesentzug nach sich zog. Und das bedeutete in der jungen Evolutionsgeschichte das  Ausschliessen aus der Gruppe und somit einen lebensbedrohlichen Zustand.

Fehler zu finden hat auch Vorteile, nämlich festzustellen, dass jemand anderes auch nicht besser ist. Was jedoch auch nur ein von negativen Gefühlen, wie Neid, Angst, Wut etc. geprägter Vorteil ist.

Oder die Fehler halten uns angeblich davon ab anders zu sein, dahinter steckt einfach die Bequemlichkeit, weil es in der Komfortzone ja so schön kuschelig ist oder wir ja auch wieder zu einer Gruppe gehören wollen, von der wir scheinbar abhängig sind.

 

Was könnten wir also tun, um die Fehler als etwas wünschenswertes in unser Leben zu integrieren und auch die augenscheinlichen Vorteile zu entkräften?

 

Unser Fokus darf hinsichtlich Ausrichtung überprüft werden. Soviel positives ist vorhanden, was im allgemeinen Finden von Fehlern untergeht. Und diese guten Dinge müssen in Form von Lob, Kompliment auch offenkundig anerkannt werden. Wir dürfen uns bewusst werden, dass wir immer gut genug sind, Fehler im System einfach nur bedeuten, dass wir darauf aufmerksam gemacht werden, dass jemand Entwicklungspotenzial sieht und dabei die Person an sich nicht herabgesetzt wird. Jeder hat seine eigenen Werte, die niemals identisch sondern nur ähnlich bei einem anderen anzutreffen sind. Jeder hat seine eigene Geschichte, verhält sich somit seiner Prägung entsprechend. Jeder kann jedoch probieren die aktuelle Situation so neutral wie nur möglich zu erleben. Dies befreit von dem Gedanken, dass der Aufmerksam machende einen verletzen will. Dadurch ist Wertschätzung mit im Gespräch und beide Seiten haben die Möglichkeit zu wachsen. Denn nun kann man sich gemeinsam hinsetzen, aktiv zuhören, sich austauschen wie es zu der Eigenheit kam, wie es anders sein könnte,  und damit auch entscheiden zu können, ist der Fehler tatsächlich einer. Muss er unbedingt verändert werden oder kann der andere ihn als liebenswerte Eigenschaft achten. Was hat man davon, wenn der Fehler beibehalten wird, beziehungsweise was verpassen wir durch ihn? Und sind die Abhängigkeiten wirklich relevant? Und ist es denn auch überhaupt so fehlerbehaftet, wie man sich jemand anderes oder die Situation wahrnimmt? Für mich fühlt sich das nach einem Gespräch auf Augenhöhe an, durch Respekt, Wertschätzung und Achtung an. Weil der Stress dadurch ein anderer ist, da niemand klein gemacht wird, das Verharren im Missstand nicht mehr von nöten ist, da jeder handeln kann und alle sind aufgefordert mit gutem Gefühl etwas Neues entstehen zu lassen. Dies wiederum könnte dazu führen, dass wir zufriedener, entspannter und kreativer unseren Lebensalltag gestalten. So zumindest meine These.

 

Also was hält uns davon ab, einfach mal für eine Woche den Fehlern neu zu begegnen? Nichts, denn wir können nur von dieser Erfahrung profitieren.

 

Herzliche Grüße Conny

 

Wer Unterstützung benötigt, Fehler bei sich oder anderen als Chance wahrzunehmen, kann sich gern bei mir für ein Einzelcoaching melden.

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