Klärt die Begriffe,...

...bevor ihr euch streitet. Dieses Zitat wird Konfuzius zugeordnet. Aber was bedeutet dies genau? Nun, wir haben bestimmt schon alle einmal erlebt, dass wir etwas anscheinend unverfängliches aussprechen und dabei sich unser Gegenüber "angegriffen" fühlt, und wir uns keiner Schuld bewusst waren. Wie kommt das? Wir wachsen ja alle mit anderen Erfahrungen auf und selbst innerhalb einer Familie nehmen wir Geschehnisse, getreu dem Motto: "Realität existiert nur in unserem Kopf", unterschiedlich wahr. Zum Beispiel das Wort "Weib". Viele reagieren mit Empörung darauf, wenn es statt dem Begriff "Frau" verwendet wird. Ich persönlich hingegen mag es, weil ich Märchen liebe und dort das "Weib" positiv besetzt ist...und schon kann ich mich in einer Debatte befinden, wenn ich es trotz meines guten Gefühls einfach mal so Alice Schwarzer gegenüber erwähnen würde ;-).

Die Wissenschaft hat dafür einen Begriff. "...In der Wortsemantik bezeichnet Konnotation die zusätzliche gedankliche Struktur, die die Hauptbedeutung (die Denotation, das Denotat) eines Wortes begleitet und die stilistischen, emotionalen, affektiven Wortbedeutungskomponenten enthält – also das, was bei der Verwendung eines Begriffs bewusst oder unbewusst noch mitschwingt..."Wikipedia

Was können wir also tun? Bemerke ich als Empfänger einer Botschaft, dass ich mich unangenehm berührt fühle, darf ich zuerst daran denken, dass der Sender der Botschaft mir nichts Böses wollte. Danach ist es wichtig, mithilfe einer Ich-Botschaft mitzuteilen, was ich gerade empfunden habe und wenn ich weiss, woher es kommt, diese Erklärung mitzuliefern. Als Sender der Botschaft, darf ich mir auch bewusst machen, dass der Empfänger meiner Botschaft mich nicht absichtlich mißverstanden hat. Und dann ist es wichtig, dass ich zuhöre, wenn mir der Empfänger mitteilt, warum mein Gesagtes so angekommen ist. Und danach können Sender und Empfänger sich im Dialog, also abwechselnd sich mitteilend und wieder zuhörend,  austauschen, wie sie mit dem neuen Wissen über den Anderen verfahren können, zwar im Bewusstsein dass sie in Zukunft nicht generell Konflikte vermeiden, jedoch den Begriffen neue Bedeutungen geben zu können, die sich für beide  aufgrund von anders also positivem Wahrnehmen, gut anfühlen.

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